Halle (Saale), 10. April 2026 – Auf Einladung des Ministeriums für Justiz und Verbraucherschutz des Landes Sachsen-Anhalt nahmen der Vorsitzende der Vereinigung der ehrenamtlichen Richterinnen und Richter Sachsen-Anhalt/Thüringen e.V. (VER-SAT), Thomas Koßwig, sowie Andreas Höhne vom Bundesverband der ehrenamtlichen Richterinnen und Richter e.V. an der feierlichen Amtseinführung von Dr. Hartwig Kasten teil.

Die Zeremonie fand am 9. April 2026 im Justizzentrum Halle statt. Gastgeberin der Veranstaltung war Justizministerin Franziska Weidinger, die Dr. Kasten als neuen Präsidenten des Landessozialgerichts Sachsen-Anhalt offiziell in sein Amt einführte. Gleichzeitig wurde sein Vorgänger Michael Fock, der bereits zum 1. März 2024 in den Ruhestand getreten war, feierlich verabschiedet.

In diesem feierlichen Rahmen ergab sich auch die Gelegenheit für einen konstruktiven Austausch zwischen der Justizministerin und den Vertretern der ehrenamtlichen Richterinnen und Richter. Besprochen wurden Themen, die das richterliche Ehrenamt in der Sozialgerichtsbarkeit unmittelbar betreffen – darunter Fragen der Wertschätzung, Fortbildung und Beteiligung an rechtspolitischen Entwicklungen.

Thomas Koßwig, Vorsitzender von VER-SAT, betonte:

„Ehrenamtliche Richterinnen und Richter tragen wesentlich dazu bei, die Rechtsprechung sozial zu verankern. Ihr Einsatz sorgt für bürgernahe Entscheidungen und stärkt das Vertrauen der Gesellschaft in die Justiz.“

Dr. Hartwig Kasten, der zuvor als Vizepräsident des Sächsischen Landessozialgerichts Chemnitz (seit 2019) und Präsident des Sozialgerichts Leipzig (2017–2019) tätig war, bringt umfassende Erfahrung aus verschiedenen Stationen der sächsischen Justiz mit. Mit seiner Ernennung übernimmt er die Leitung eines der zentralen Gerichte der Sozialgerichtsbarkeit in Sachsen-Anhalt.

v.l.n.r.: Thomas Koßwig, Franziska Weidinger, Dr. Hartwig Kasten, Andreas Höhne

Die VER-SAT e.V. sieht in der engen Zusammenarbeit zwischen hauptamtlicher und ehrenamtlicher Justiz auch künftig einen Kernpunkt ihrer Arbeit. Der Verband setzt sich dafür ein, dass die Bedeutung des richterlichen Ehrenamts in der öffentlichen und politischen Wahrnehmung weiter gestärkt wird – als Garant für eine lebendige, menschlich geprägte Rechtsprechung in sozialgerichtlichen Verfahren.